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Monnaie de Paris warnt vor Farbmünzen

Wir möchten es nicht versäumen, eine aktuelle Pressemitteilung der Monnaie de Paris weiterzugeben, die sich mit dem Thema „Verfälschung von Münzen“ befasst. Die Monnaie de Paris sieht ein Problem darin, dass in den letzten Monaten immer häufiger deren Münzprodukte durch Färbung oder Vergoldung verfälscht und an die Öffentlichkeit weiterverkauft werden.

Auch wir haben in einem früheren Blogbeitrag schon auf dieses Problem hingewiesen.2-euro-farbe

Gefärbte / colorierte 2 Euro Münzen

Vor allem sind 2 Euro Gedenkmünzen und andere Sammlermünzen betroffen. Durch die gesetzeswidrige Verfälschung sieht die Prägeanstalt nicht nur ihr geistiges Eigentum verletzt, sondern auch gültige Gesetze der Europäischen Union.

Die Wiederverkäufer und Distributoren werden ausdrücklich auf die „Nichtzulässigkeit“ des Verkaufes dieser Produkte hingewiesen. Wir haben in der Zwischenzeit beobachtet, dass bei einigen Wiederverkäufern diese Münzen aus dem Onlineshop verschwunden sind – vermutlich eine Reaktion auf die Warnung der MDP.

Zusammenfassend sieht die Monnaie de Paris folgende Punkte als unzulässig:

  1. Die Verfälschung von Münzen verletzt die geistigen Eigentumsrechte von „La Monnaie de Paris“.
  2. Die Verfälschung von Münzen verletzt die von den gemeinschaftlichen Instanzen und dem Wirtschaftsministerium festgesetzten Spezifikationen.
  3. Eine Verfälschung der Münzen bewirkt, dass diese nicht mehr in Umlauf gebracht werden dürften und keinen öffentlichen Kurs mehr haben.
  4. Verfälschte Münzen können mit Münzen verwechselt werden, die einen amtlichen Kurs haben.
  5. Verfälschte Münzen verletzen den Code de la Consummation
  6. Geldfälschung wird vom Code Penal streng geahndet.
  7. Die Herstellung und der Verkauf von verfälschten Münzen stellen einen unlauteren Wettbewerb dar.

Die Monnaie de Paris wird den Handel und die Produktion dieser Produkte künftig streng verfolgen – auch gerichtlich.

Eure Meinung ist gefragt!

Wie seht Ihr das Problem der gefärbten 2 Euro Münzen, bzw. Gedenkmünzen? Gefallen Euch diese vielleicht oder sammelt Ihr diese sogar? Wir freuen uns über Eure Kommentare.

Hier haben wir noch die komplette Pressemitteilung als PDF in deutscher Sprache.

8 Kommentare

  1. Naja jetzt übertreiben es die Franzosen aber ein wenig. Man kann von den Münzen halten was man will, aber wenn einem die Modifikation gefällt why not.

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  2. Trepzik Andreas

    03/06/2015 @ 19:40

    Das war höchste Zeit, das gegen diese „bunten“ Münzen einmal ein Machtwort gesprochen wurde. Das sind für mich keine Münzen mehr, sondern Spielgeld, die die echten Münzen verunglimpfen. Die Ausrede, das man die Darstellungen besser erkennen kann, ist für mich ist nur Blabla für mich. Diese Münzen sind kleine Kunstwerke mit Wert und sollten nicht verfälscht werden! Danke!

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  3. Chapeau MdP, endlich mal ein ernstes Wort. Nun ist mal klar, dass diese Machwerke nicht nur gegen den guten Geschmack verstoßen.

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  4. Jede Münze die, wie auch immer verändert wurde, verliert ihren „GELD-STATUS“ und ist des SAMMELNS nicht wert. Grundsätzlich sollte gegen „Händler“ vorgegangen werden!

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  5. monedapeter

    13/07/2015 @ 19:41

    Die MDP geht sicherlich auch deswegen gegen die ausufernden Farbverfälschungen vor, weil sie offizielle Versionen ihrer eigenen 2 Euro vertreiben will, so z.B. mit der roten Schleife. Warum auch nicht. Australien, Kanada, Papua Neuguinea machen es auch mit colorierten Ausgaben von Kursmünzen. Das sind aber nur farbliche Betonungen des Motivs, keine neuen Bilder. Es ist aber wirklich eine Missachtung des Urheberrechts, wenn irgendwelche Elemente hinzugefügt werden, wie Wolken oder so, die der Künstler bestimmt so nicht wollte.
    Ich persönlich finde, dass eine gut gestaltete Münze auch ohne farbige Bilder auskommt.
    Die Herstellung und der Vertrieb solcher privaten Machwerke gehört m.M. wirklich verfolgt,

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  6. Für nachträglich eingefärbte Münzen sollte man kein Geld ausgeben! Es sei denn man wolle die Münze auf ihren Schrottwert reduzieren. Sie sind KEIN ZAHLUNGSMITTEL mehr!!!!!!

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