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Das 2 Euro Sammelgebiet in der Krise!?

2 Euro Krise

Die Einführung der 2 Euro Sondermünzen – oder Gedenkmünzen, je nachdem welchen Begriff man bevorzugt – im Jahr 2004 war ohne Frage die beste (numismatische) Idee, die die Verantwortlichen in den ersten zehn Euro-Jahren hatten.

Der Gedanke dahinter ist so einfach wie genial: Man nehme die größte Umlaufmünze, lasse die Wertseite zur Wiedererkennbarkeit unverändert und gibt nur die Bildseite zur freien Motivgestaltung frei. Erstmals sind Gedenkmünzen somit nicht nur in der Theorie gesetzliches Zahlungsmittel, sondern ganz bewusst für den Umlaufverkehr vorgesehen.

Das Potential der 2 Euro Sondermünzen war schnell abzusehen, wenngleich es anfangs durchaus auch Zweifel an der bevorstehenden Motiv-Vielfalt in den Portemonnaies gab. Richtig deutlich wurde der Erfolg des Sammelgebiets jedoch erst in den Folgejahren: Während der Hype um die anderen langsam abebbte, steuerte das 2 Euro Gebiet gerade erst auf seinen Höhepunkt zu.

2 Euro Grace Kelly

Die wertvollste Münze des Sammelgebiets

Wohltuend die Abgrenzung zum Rest der Ausgabeprogramme: Einige wenige Ausgaben pro Jahr, die in der Normalversion häufig zum Nominal oder geringfügig darüber zu beschaffen sind, machten das Sammelgebiet einerseits gut überschaubar und andererseits auch für Sammler mit kleineren Geldbeutel erschwinglich. Münzen aus den Kleinstaaten oder andere seltene Sammlerausgaben waren besondere Highlights, an die man – mit den richtigen Kontakten zu den jeweiligen Ausgabestellen – aber meistens durchaus zu erschwinglichen Preisen herankam.

Soweit so gut, möchte man meinen. Leider haben sich in den vergangenen Jahren einige Entwicklungen ergeben, die sicher nicht nur mich – als Sammler der ersten Stunde – zumindest nachdenklich machen. Einige Sammler haben schon in der jüngeren Vergangenheit das Thema „2 Euro Münzen“ erstmal ruhen lassen oder sich sogar ganz von ihrer Sammlung getrennt. Dafür mag es individuell immer unterschiedliche Gründe geben, aber offensichtlich fesselt das Sammelgebiet nicht mehr so, wie es noch vor einigen Jahren der Fall gewesen ist. Vielleicht ist es der schwindende Reiz des Neuen, aber aus meiner Sicht gibt es auch handfeste Gründe für die momentane Entwicklung (Krise?) des 2 Euro Sammelgebiets.

Der Themen-Check

Liest man einmal in der Empfehlung der EU-Kommission, die seinerzeit zur Einführung der 2 Euro Sondermünzen geschrieben wurde, findet sich zum Punkt Ausgabeanlässe folgender Rat:

Als Anlässe für die Emission dieser Denkmünzen kämen politische Ereignisse, die einen Meilenstein in der europäischen Integration darstellen, oder außergewöhnliche Sportveranstaltungen wie die Olympischen Spiele in Betracht. Darüber hinaus können solche Münzen, wie in der Vergangenheit in einigen Ländern bereits praktiziert, auch im Gedenken an Persönlichkeiten, deren Lebenswerk von zentraler Bedeutung ist, ausgegeben werden.

Natürlich ist es nur eine Empfehlung, aber die Länder wären ausnahmsweise gut beraten gewesen diese auch in die Tat umzusetzen. Wirft man einen Blick auf die 2 Euro Ausgaben z.B. des Jahres 2012 werden zumindest politische Ereignisse und Persönlichkeiten von vielen Münzen geehrt, wobei durchaus die besondere Bedeutung das ein oder andere Mal bezweifelt werden kann.

Thema Kategorie Thema Kategorie
Deutschland:
Schloss Neuschwanstein
Italien:
100. Todestag Giovanni Pascoli
Persönlichkeit
Luxemburg:
100. Todestag Wilhelm IV.
Persönlichkeit Frankreich:
100. Geburtstag Abbe Pierre
Persönlichkeit
Spanien:
Gotische Kathedrale von Burgos
Malta:
Mehrheitsvertretung 1887
politisches Ereignis
Belgien:
Königin Elisabeth Musik Wettbewerb
Finnland:
150. Geburtstag Helene Schjerfbeck
Persönlichkeit
San Marino:
10 Jahre Euro-Bargeld
politisches Ereignis Vatikan:
7. Weltfamilientreffen
politisches Ereignis
Portugal:
Guimaraes – Kulturhauptstadt Europas
Luxemburg:
Prinzenhochzeit
Persönlichkeit
Monaco:
500 Jahre Unabhängigkeit
politisches Ereignis
2 Euro Münze Olympische Spiele

Die erste 2 Euro Sondermünze

Für mich verwunderlich, nimmt kaum ein Land die Möglichkeit in Anspruch 2 Euro Münzen zu großen Sportereignissen herauszugeben. Dabei hatte es so gut angefangen, als gleich die erste 2 Euro Sondermünze überhaupt sich mit den Olympischen Spielen in Griechenland einem weltweiten Großereignis widmete. Auch sonst kann man die Griechen für ihre Themenwahl durchaus loben: Mit der Schlacht von Marathon und den 2011 ausgetragenen Special Olympics wurden auch bei den anderen 2 Euro Sondermünzen des Landes bedeutende Anlässe ausgewählt, die über eine rein nationale Bedeutung hinauswirken.

Mit schlechtem Beispiel geht aus meiner Sicht leider von Anfang an Luxemburg voran. Neben Monogramm, Wappen, Palast und Schloss des Großherzogs Henri, durften wir in den letzten Jahren auch schon große Teile der Verwandtschaft kennenlernen. Zu allem Übel kommt hinzu, dass das Großherzogtum seit vielen Jahren nicht in der Lage oder nicht willens scheint auf das Portrait von Großherzog Henri II. zu verzichten. Auf einer Gedenkmünze, wo sich ohnehin nur eine Seite frei gestalten lässt, ist vielleicht auch das nicht die glorreichste Vorgehensweise.

Deutschland hat es nicht verstanden

Aber ich möchte nicht zu sehr über die luxemburgische Ausgabepolitik lästern. Denn wenn man wissen will, wie man es lieber nicht machen sollte, braucht man nicht in die Ferne schweifen. Ein Blick auf Deutschland reicht vollkommen aus. Noch mehr als Luxemburg widersetzt sich Deutschland den Empfehlungen der EU bzgl. der Ausgabeanlässe völlig. Dabei ist es ja nicht so, dass uns hierzulande Themen fehlen würden. Was hätte z.B. näher gelegen als Fussball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land mit einer 2 Euro Münze zu verewigen?

Stattdessen startet man im gleichen Jahr eine 16-teilige Bundesländer-Serie. Davon abgesehen, dass man sich hinsichtlich der Ausgabethemen kaum weiter von der EU-Empfehlung hätte entfernen können, nimmt man sich freiwillig und völlig ohne Not die Möglichkeit wirklich besondere Ereignisse auf einer eigenen nationalen 2 Euro Sondermünze festzuhalten. Und das 16 Jahre lang!

2 Euro Elysee-Vertrag

2 Euro Münze zur Deutsch-Französischen Freundschaft

Wenn man das durchgehalten hätte, na gut. Stattdessen kommt es, wie es kommen musste: Im Jahr 2013 möchten die Herrschaften nun doch eine 2 Euro Sondermünze abseits des Bundesländer-Themas ausgeben. Um nicht falsch verstanden zu werden: Der Anlass – 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags – ist absolut begrüßenswert. Aber es kann doch nicht sein, dass aufgrund einer verfehlten Ausgabepolitik eines einzelnen Landes praktisch von heute auf morgen ermöglicht wird, künftig zwei 2 Euro Sondermünzen pro Jahr ausgeben zu dürfen. Hätte es die Änderung auch gegeben, wenn z.B. Slowenien ein solches Anliegen vorgetragen hätte? Man darf sich wundern, was auf politischer Ebene alles möglich ist…

Die Ausgabeninflation

Dabei leidet das ganze Sammelgebiet schon jetzt an nichts mehr, als an der zunehmenden Ausgabenflut. Waren es im Jahr 2004 noch lediglich sechs verschiedene Ausgaben, so sind 2011 bereits 16 Münzen erschienen. 2012 waren es 13 nationale Ausgaben, die Gemeinschaftsmünze – ebenfalls in 17 Varianten erhältlich – ebenso wenig mitgerechnet wie diverse Sammlerausgaben, die mittlerweile nahezu jedes Land zusätzlich ausgibt.

2 Euro Ausgaben pro Jahr

Anzahl der 2 Euro Ausgaben pro Jahr – von 2004 bis 2012

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen in welche Regionen die Ausgabezahlen steigen werden, wenn nur einige Länder die neue Regelung in Anspruch nehmen und fortan zwei Sondermünzen pro Jahr ausgeben. Es ist keine besonders kühne Prognose 20 nationale 2 Euro Sondermünzen / Jahr vorauszusagen. Die Frage ist, ob sich der einst genannte Vorteil des überschaubaren Sammelgebiets in dieser Form noch der Realität entspricht?

Ich denke für einige (viele?) Sammler wird hierbei eine Grenze überschritten, denn zusätzliche Ausgaben bedeuten ja nebenbei auch:

  • steigende Kosten
  • einzelne Ausgaben sind keine Highlights mehr, sondern werden zunehmend zur Normalität
  • die Beschaffung einzelner Ausgaben lohnt kaum noch, sodass immer häufiger auf komplette Jahressätze gekauft werden => der Sammlergedanke tritt in den Hintergrund

Man kann nur hoffen und an die zuständigen Ausgabestellen appellieren mit der neuen Möglichkeit sparsam umzugehen und – wenn es keinen passenden Anlass gibt – auch mal ein Jahr ganz auf eine eigene 2 Euro Sondermünze zu verzichten. Sonst werden die vielen Ausgaben vielen schnell zu viel!

Die Wertentwicklung der 2 Euro Münzen

Neben der nicht widerlegbaren Ausgabeninflation sind mancherorts auch Klagen über die Preisentwicklung vieler 2 Euro Münzen zu vernehmen. Auch mein subjektiver Eindruck war, dass diese Preise in jüngerer Vergangenheit tendenziell eher nach unten zeigten. Nach einem genaueren Blick auf die Zahlen ergibt sich jedoch ein wesentlich differenzierteres Bild.

Tatsächlich ist die Mehrzahl der 2 Euro Sondermünzen in der Umlaufversion – selbst der Anfangsjahre – noch heute zu geringfügigen Aufschlägen erhältlich. Andererseits: Kann bzw. konnte man je davon ausgehen, dass Münzen mit Millionenauflage jemals in die Kategorie selten / wertvoll eingeordnet werden? Und noch eins: Wenn die Münze vor ein paar Jahren 3 Euro gekostet hat und heute ist sie immer noch für „nur“ 4 Euro erhältlich. Dann ist das absolut natürlich wenig, aber relativ gesehen doch eine hübsche Steigerung. Die absolut immer noch vergleichsweise geringen Preise fast aller Ausgaben haben zudem den netten Nebeneffekt, dass eine Komplettierung der Sammlung auch für Neueinsteiger möglich bleibt.

Anders sieht die Lage bei den Highlights unter den 2 Euro Ausgaben aus. Nach wie vor werden für die seltenen & besonderen Ausgaben des Sammelgebiets konstant hohe Preise erzielt, wenngleich weiter zunehmende Wertsteigerungen aktuell nicht zu beobachten sind.

Exemplarisch dafür einmal die Preisentwicklung der 2 Euro Sondermünzen aus dem Vatikan, die alle zu ähnlichen Ausgabepreisen und Auflagen ausgegeben wurden:

Preise 2 Euro Münzen Vatikan

Preisentwicklung der 2 Euro Sondermünzen aus dem Vatikan – Datenbasis von 2euro-preise.de

Neben den hohen Preisen für die Münzen aus den Anfangsjahren (bis 2007), fällt bei den jüngeren Jahrgängen die stagnierende Wertentwicklung auf. Dazu muss gesagt werden, dass die Münzen aus dem Vatikan immerhin in einer sechsstelligen Auflage (~ 100.000 Ex.) geprägt werden. Es dürfte also hinreichend für Interessenten gesorgt sein. Insofern kann man – nach vielen Neueinsteigern, die für die hohen Preise der ersten Ausgaben sorgten – inzwischen einfach von einer Normalisierung sprechen.

Das Gebiet, wo man wirklich einen Preisrückgang beobachten kann, sind Sammlerausgaben vieler „normaler“ Euroländer. Die Coincards und Blister – vorzugsweise mit Münzen in Stempelglanz und mit vergleichsweise hohen Auflagen – scheinen derzeit kaum noch gefragt zu sein. Viele Ausgaben sind z.B. auf eBay deutlich unterhalb des Ausgabepreises zu finden und erzielen kurioserweise teilweise geringere Preise als inoffizielle Verpackungen. Sogar die Preise eigentlich recht wertvoller Ausgaben (z.B. Luxemburg 2005) gehen hier inzwischen zurück.

Ich vermute, dass viele Sammler sich – infolge der angesprochenen Ausgabeninflation an 2 Euro Sondermünzen – zumindest aus dem Thema Sammlerausgaben zurückgezogen haben. Das mag für den Ein oder Anderen bedauerlich sein, aber letztlich sammeln wir doch Münzen und keine Verpackungen, oder?

Gibt es Hoffnung für das Sammelgebiet?

JA, NATÜRLICH! Weiterhin sind die 2 Euro Münzen länderübergreifend mit großen Abstand das beliebteste Sammelgebiet innerhalb der Euromünzen. Auch das Interesse ist weiterhin konstant hoch bzw. sogar weiterhin zunehmend, wie unsere eigenen Besucherstatistiken ebenso belegen wie folgende Zahlen von Google Trends:
Kleiner Tipp am Rande: Den selben Chart nochmal mit dem hinzugefügten Vergleich des Begriffs „Euromünzen“ ansehen und staunen! Dieser Vergleich sollte allen Verantwortlichen aber auch Warnung sein, sich nicht auf dem großen Sammlerinteresse auszuruhen und das immer noch großartige 2 Euro Sammelgebiet mit einer Flut neuer Ausgaben ebenso gegen die Wand zu fahren, wie es etliche Länder mit ihren eigenen Ausgabeprogrammen bereits geschafft haben.

Fazit

Was bleibt festzuhalten nach der aktuellen Bestandsaufnahme des 2 Euro Sammelgebiets? Der große Hype scheint zumindest erstmal vorbei, das Sammelgebiet lebt jedoch weiter! Damit dies auch in Zukunft so bleibt würde ich mir von den Ausgabestellen ein paar Dinge wünschen:

  • Weniger Ausgaben – zehn Ausgaben / Jahr reichen auch aus.
  • Augen auf bei der Themenwahl – im Zweifel lieber mal keine Münze ausgeben.
  • Neue Regelung abschaffen – zwei Sondermünzen jährlich braucht keiner.
  • Weniger ist mehr – auch die Fülle an zusätzlichen Sammlerausgaben gehört überdacht.
  • Transparenz – nachträgliche Ausgaben, wie im aktuellen Fall z.B. die Niederlande mit Blisterausgaben von zurückliegenden 2 Euro Gemeinschaftsausgaben – sind keine gute Idee.

Wie sieht eure Einschätzung zum Sammelgebiet aus? Könnt ihr den hier angesprochenen Punkten zustimmen, etwas hinzufügen oder seid ihr ganz anderer Meinung? Gibt es jemanden, der das Sammeln von 2 Euro Sondermünzen eingestellt hat und wenn ja: warum?

Autor: Karsten

Ich bin Karsten, 21, und habe früher auf Muenzblog.de schon ganz ähnliche Sachen geschrieben. Bei mir in der Sammlung sind hauptsächlich 2 Euro Sondermünzen, Gedenkmünzen aus Deutschland und Luxemburg, sowie Silbermünzen australischer Herkunft zu finden.

9 Kommentare

  1. Ich kann dem Ganzen nur voll und ganz zustimmen. Ich denke auch, daß wir kurz vor dem Zusammenbruch des Sammelgebietes stehen. Die Prägen merken das auch, denke ich, warum sonst sinken die Auflagezahlen? Es ist einfach nicht mehr die Nachfrage vorhanden. Die Verpackungen könnten meiner Meinung nach abgeschafft werden. Etuis etc. mit Münzen in polierter Platte sind ja ok, aber der Rest ist doch überflüssig.

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  2. Geitner Alfred

    28/12/2012 @ 22:51

    Zwei Ausgaben pro Land, dass ist zu viel, das gehört wieder abgeschafft.
    Der Vatikan und andere Kleinstaaten müssten eine Mindestauflage von 500000 Stück haben, damit der kleine Mann sich das auch leisten kann. Ich sammle, damit ich es besitze und nicht um Gewinn zu machen. Gegen die Länderserie kann man nichts sagen, einige sehen richtig Gut aus, da gibt es manch primitivere Motive. In Wirklichkeit sind alle nur 2 Euro wert.

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  3. Ludwig Redling

    29/12/2012 @ 13:13

    Dem Bericht kann ich nur zustimmen. Aber es ist nicht nur bei Euromünzen allgemein ein Einbruch festzustellen. Auch auf dem Weltmarkt ist dieser Trend spürbar. Kanada ist wohl hier eine Ausnahme. Die Münzvielfalt ist eher etwas größer geworden, die Auflagen aber im überschaubarem Rahmen. Und doch konnte sich der Kundenstamm entgegen des Trends erhöhen. Viele Auflagen sind zum Teil innerhalb eines Monats nach Ausgabe vergriffen. Selbst Euro-Musterkind Österreich kann da nicht mithalten. Was macht Kanada so attraktiv für Sammler? Und was machen die Kanadier anders?

    Der US-Markt ist im Münzenbereich der größte der Welt. Am Mangel an Sammlern kann es nicht liegen, zeigt doch die jüngste Studie. Es gibt mehr Münzensammler als letztes Jahr – und doch sinken die Umsätze. Alleine die US-Mint hat außer beim Bullion Silver Eagle mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen…

    Ironie ist ja nach dieser Studie – mehr Sammler kaufen weniger Münzen. Die Verantwortlichen sollten sich hierüber einmal Gedanken machen. Es kann nicht Sinn sein, immer mehr Münzthemen mit niedrigeren Auflagen zu prägen, um in etwa den Stand stabil zu halten. Hierin sehe ich den Hauptgrund dafür, dass sich das Sammelgebiet 2-Euro-Münzen so nach und nach verabschiedet und nur noch Spezialisten übrig bleiben, die dem Gebiet die Treue halten.

    Auch gebe ich Frank Recht. Der ganze Schnick-Schnack um die Verpackungen ist überflüssig. Warum sollte ich mir von einer 2 Euro-Gedenkmünze zig Verpackungsvarianten zulegen? Sammle ich Verpackungen oder Münzen? Und wenn eine Münze in einer Verpackung über 20 Euro kostet, dann bin ich schon geneigt, darüber nachzudenken, ehr in Silber- oder gar Goldmünzen zu investieren als in „wertloses“ Bi-Metall.

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  4. Der Bericht und alle Kommentare sind mir von der Seele geschrieben. Ich sammle bisher die 2 Euro außer Kleinstaaten, weil ich der Meinung bin, sie sollten richtiges Geld sein und bleiben. Deshalb wäre meiner Meinung auch eine Ausgabe pro Land genug. Ich fände auch die Länderserie unter der Voraussetzung in Ordnung, wie auch die spanische Serie. Die Gemeinschaftsausgaben Nerven mich dagegen. Wie langweilig, das selbe, teils unmögliche Motiv (z. B. Strichmänchen) zigmal in geringen nationalen Abweichumgen einschließlich des Luxemburger Hologramms in der Sammlung unterzubringen. Ich glaube, dass ich dieses kommende Jahr noch mitmache und auf einen willkommenden Anlass zum Ausstieg warte. Ist leider so, wenn es auch noch schwer fällt. Dann doch lieber in Silber oder gar Goldmünzen investieren, wie im vorher gehenden Beitrag geschrieben.

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  5. Vielen Dank für all die vielen Informationen. Ich freue mich darüber endlich mal wieder einen solch tollen und ausführlichen Beitrag zur Münzwelt lesen zu dürfen. Und in den meisten Aspekten, insbesondere der falschen Ausgabepolitik unseres schönen Deutschlands, finde ich meine Meinung wieder. DANKE!

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  6. Werner Finck

    02/01/2013 @ 19:46

    Zunächst ein dickes Lob: Wunderbar recherchiert und toll umgesetzt !!! Absolute Klasse !
    Das Problem ist das des EUROS insgesamt. Eine gute Idee und ein Haufen Versager ! Länder mit gar keinen oder wenigen Ausgaben (z.B. Irland, Österreich etc.) stehen Länder gegenüber bei denen Profitinteresse (Luxemburg, Vatikan, Monaco etc.) bis hin zu auch wohl staatlichen Minderwertigkeitsgefühlen (Belgien) eine Rolle spielen. Der Unterschied und die Gründe sind hierbei vielfältig und fließend. Hinzu kommt, dass große Länder wie Deutschland nicht gerade Vorbild sind (wie eben in der richtigen großen Politik !).
    Auf der anderen Seite ist der daraus resultierende Werte-, und damit Sinnverfall (siehe Vatikan, Monaco etc.) aber auch eine positive Entwicklung für die Sammler. Ferner kommen so auch vermehrt „Gedenkmünzen“ in den Umlauf und erfüllen damit ihren eigentlichen Zweck !
    Und, seien wir doch einmal ehrlich:…man muss doch nicht jeden „Mist“ sammeln, denn zwischen Sammeln und Messitum besteht ja bekanntlich ein wesentlicher Unterschied; aber ein schmaler Grat !

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  7. 2€-Münzen sind kein Sammelgebiet, wo man auf Wertsteigerung spekulieren sollte. Hier ist Freude am Sammeln gefragt. Das kann auch der kleine Geldbeutel ermöglichen. Freue mich immer auf eine neue Ausgabe. Auch die deutschen Münzen sollten mit ihrer über Jahre ähnlichen Motivwahl nicht schlecht geredet werden, auf jeden Fall besser als ein Kopfbild mit Wiederholungseffekt.

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  8. Auch ich stimme dem geschriebenen zu, auch Hajo mus ich zustimmen. Ich finde es nicht schlimm wenn 2 Münzen pro Land ausgegeben werden. Nur, das sollte mal endgültig und unwiderruflich festgehalten werden, und zwar egal ob großes, mächtiges Land oder auch ein kleines Land. Gemeinschaftsausgaben, ja die sollte man abschaffen. Was aber auch abgeschaft gehört, sind die Ausgaben eines Landes mit vielen Prägeorten (ADFGJ) und ebenfalls abgeschaft werden sollten die Stücke die nicht zum Nominalwert ausgegeben werden ! Monaco, die sollte man erst mal für 10 Jahre sperren ! Warum ? Nun, die numismatik beschäftigt sich mit Münzen welche ursprünglich für den Handel geprägt wurden, also für den „Umlauf“. Monaco, San Marino und Vatikan prägen nicht für den Umlauf. Ich finde, das hätten die ja auch als medaille und nicht als Münze ausgeben können, nur …. aus Wirtschaftlichen Gründen verstehe ich es das diese mit einer Nominale versehen werden mussten !

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