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10 Euro Münze „Hänsel und Gretel“ 2014

Am 6. Februar 2014 wird die erste deutsche 10 Euro Gedenkmünze des Jahrgangs 2014 erscheinen. Gewidmet ist die dritte Ausgabe der Serie „Grimms Märchen“ den Klassiker „Hänsel und Gretel“. Den Motivwettbewerb für sich entscheiden konnte diesmal die Berliner Medailleurin Marianne Dietz, die in ihren Entwurf die Hexe und die beiden Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Randschrift: KNUPER, KNUPER, KNEISCHEN…

1. Platz – Marianne Dietz

10 Euro Münze Hänsel & Gretel

Jurybeurteilung: „Der erste Preis besticht durch eindeutige Erkennbarkeit des Themas. Dargestellt ist die Schlüsselszene, in der die Hexe die Kinder überrascht. Das Hexenhaus wird durch einen herabgefallenen und angebissenen Lebkuchenziegel angedeutet. Verführung und Erschrecken spiegeln sich eindrucksvoll in Mimik und Gestus. Bei einer traditionellen Motivwahl beeindruckt die Arbeit durch eine stringente Komposition. Bild- und Wertseite harmonieren hervorragend. Die Adlerdarstellung ist der Würde eines Hoheitssymbols angemessen. Die Typografie entspricht in ihrer Klarheit der gesamten Komposition.“

2. Platz – Alina Hoyer

Münzentwurf Hänsel & Gretel

Jurybeurteilung: „Der zweite Preis stellt die Hauptszene des Märchens in das Zentrum des Bildentwurfs. In abstrahierter Form werden additiv die Hexe, die Kinder und weitere Motive um das Hexenhaus gruppiert. Die Reliefgestaltung ist modern und grafisch gelöst. Das Bildmotiv wird durch die Titelschrift mit versetzten Buchstaben gefasst. Die hüpfende Typografie bringt ein spielerisches Moment des Märchens zum Ausdruck. Die Korrespondenz zwischen Bild- und Wertseite ist gegeben. Der Adler ist angemessen gestaltet.“

3. Platz – Lucia Maria Hardegen

Münzentwurf Hänsel & Gretel

Jurybeurteilung: „Der dritte Preis bildet in Gestalt eines aufgeschlagenen Buches die wesentlichen Motive ab und verweist damit auch auf die literarische Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte. In arabeskenhafter Weise erscheinen der Wald, das Hexenhaus, der Käfig, der Ofen, die Hexe, und die Kinder. Die originelle Idee ist gut ausgeführt, überzeugt aber nicht in allen Details. Die serifenbetonte Schrift ist in klassischem Rundsatz gesetzt. Die Konturen des Adlers greifen die quadratische Form des Buches auf.“

Quelle: BADV

Persönlich hätte mir der drittplatzierte Entwurf am ehesten zugesagt, insbesondere weil ich die Idee der Darstellung für ebenso originell wie die Jury halte. Die Vögel (?) neben den Buch wären verzichtbar gewesen, dafür gefällt mir der Bundesadler. Natürlich kann man auch gegen den Siegerentwurf wenig sagen. Er ist klassisch gut, aber eben auch ein bisschen langweilig geworden. Die einzelne Brezel halte ich auf dem Motiv für genauso verloren, wie die erwähnten Vögel bei Platz 3.

Autor: Karsten

Ich bin Karsten, 21, und habe früher auf Muenzblog.de schon ganz ähnliche Sachen geschrieben. Bei mir in der Sammlung sind hauptsächlich 2 Euro Sondermünzen, Gedenkmünzen aus Deutschland und Luxemburg, sowie Silbermünzen australischer Herkunft zu finden.

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