Gesellschaft für Thüringer Münz- und Medaillenkunde e.V.

  • Heidrun Höhn
  • Nikolaistrasse 25
  • 04109 Leipzig
  • Deutschland
  • Münzverein aus Thüringen
  • Gründungsjahr: 1982
  • Mitglieder: 64
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Das Anliegen der Gesellschaft besteht im wesentlichen in der intensiven Beschäftigung mit thüringischer Geldgeschichte und der Verbreitung der Ergebnisse dieses historischen Forschungsgebietes durch Herausgabe von Jahrbüchern und durch Vorträge, deren Inhalt durch die neuesten Ergebnisse der eigenen wissenschaftlichen Freizeitbeschäftigung bestimmt ist, vor interessierter Öffentlichkeit insbesondere zu den Jahresversammlungen zu halten.

Für diese numismatischen Forschungen haben wir uns nachstehende Schwerpunkte gesetzt: – Hohlpfennige und Brakteaten – Münzprägetätigkeit im Mittelalter Groschenzeit 1338 – 1500 – Großsilberprägungen (Talerzeit ab 1485) mit dem Schwerpunkt der Münzedition der Kipper und Wipperzeit – Münzherren, ihre Prägungen und zugehörige Münzstätten – Thüringer Medailleure, ihre Lebenswerke und Lebensläufe – Leben und Alltag des Münzmeisters und seiner Angestellten – Technische Details von der Gewinnung des Münzmetalls bis zur Prägung.

Alle diese Themen beschäftigen sich mit dem historischen Gebiet Thüringen und werden von Mitgliedern der Gesellschaft bearbeitet, die aus allen Teilen Deutschlands und natürlich vor allem aus Thüringen stammen.

Es bestehen bei den Mitgliedern zu einer Reihe von Münzkabinetten, insbesondere dem von Gotha, Berlin und Dresden sehr enge und fruchtbringende Beziehungen, die sich positiv in den Veröffentlichungen widerspiegeln.

Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 64 und darüber hinaus 40 Freunde und Interessierte der Gesellschaft, die Mitglieder eines anderen numismatischen Vereins sind.

Die Artikel unseres Jahrbuches sind in der Vergangenheit von namhaften numismatischen Fachzeitschriften oder historischen Periodika wie zum Beispiel der jährlich erscheinenden „Thüringischen Bibliographie“ des Böhlau Verlages in Weimar, dem Journal „Numismatic literature“, ediert von der ANA (American Numismatic Association), den „Berliner Numismatischen Forschungen“ und den „Geldgeschichtlichen Nachrichten“ rezensiert worden, um nur die wichtigsten zu nennen.

Als Gäste zu den Vorträgen der Jahresversammlung sind prominente Berufsnumismatiker und eben solche Fachleute aus angrenzenden Wissenschaften wie Historiker oder Archäologen gern gesehen. So nahmen zum Beispiel Dr. Rainer Cunz, Niedersächsisches Landesmuseum in Hannover und Dr. Wolfgang Steguweit, Direktor des Münzkabinettes in Gotha und später Direktor des Münz- und Medaillenkabinettes des Bode-Museums in Berlin an unseren Jahrestagungen teil. Fachvorträge mit anschließenden Diskussionen und privatem Erfahrungsaustausch im kleinen Kreis vermitteln Informationen.

Die Teilnahme auch von Nichtmitgliedern und Ehepartnern z.B. an den Tagungen in Neustadt an der Orla wird durch Fachvorträge und das Angebot eines gesonderten „Damenprogramms“ wie z. B. die Besichtigung der Stadtkirche, der berühmten Fleischbänke und der handwerksgeschichtlich bedeutsamen Seifensiederei Wilhelm bzw. des Lutherhauses und dem Stadtarchiv von Neustadt an der Orla oder den Sehenswürdigkeiten unserer Thüringer Heimat -wie Schloß Burgk, Bergkirche Schleiz oder Schloß „Fröhliche Wiederkunft“ in Wolfersdorf u.v.a., attraktiv gemacht.

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit einige Medaillen ediert, so zum Beispiel 1982 mit der Abbildung der Elgersburg – Gründungsort des damaligen Arbeitskreises. Es folgten drei weitere Medaillen mit den Darstellungen eines Erfurter Denars um 1050 (1987), eines Henneberger Pfennigs von 1280 (1988) und eines Saalfelder Pfennigs um 1140 (1990). Alle Stempel sind von dem bekannten und sehr produktiven Medailleur Helmut König aus Zella-Mehlis gestaltet und geschnitten worden. Die sehr ausdrucksstarke Gussmedaille anlässlich des Treffens 2002 in Saalfeld und 2005 in Gotha wurde von dem bedeutenden Dresdner Medailleur Peter G. Güttler hergestellt.

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