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Gedenkmünzen künftig europaweit gesetztliches Zahlungsmittel?

Wer sich das in den beiden letzten Beiträgen vorgestellte EU-Dokument einmal näher angesehen hat, der ist vielleicht schon über eine weitere interessante Passage gestolpert.

Dort heißt es:

Vorschlag der Kommission

Euro-Sammlermünzen haben nur im
Ausgabemitgliedstaat den Status eines
gesetzlichen Zahlungsmittels.


Geänderter Text

entfällt


Bislang sind die Gedenkmünzen der einzelnen Euroländer nur im jeweiligen Ausgabeland gesetzliches Zahlungsmittel (mit Ausnahme der 2 Euro Sondermünzen). Sollte sich der Änderungsantrag des EU-Parlaments durchsetzen, würde diese Bestimmung fallen. Damit könnte dann theoretisch mit allen Euro-Gedenkmünzen in allen Euroländern bezahlt werden. In der Praxis ist dies sowieso unrelevant, daher wäre es aus meiner Sicht zu begrüßen diese Regelung aufzuheben. Wie seht ihr das?

Autor: Karsten

Ich bin Karsten, 21, und habe früher auf Muenzblog.de schon ganz ähnliche Sachen geschrieben. Bei mir in der Sammlung sind hauptsächlich 2 Euro Sondermünzen, Gedenkmünzen aus Deutschland und Luxemburg, sowie Silbermünzen australischer Herkunft zu finden.

6 Kommentare

  1. Ich würde das begrüßen. Jedoch wer kennt sich denn mit allen Münzen aus. Da stehen doch Fälschungen Tür und Tor offen. Ich glaube nicht, daß die Kassiererin im Supermakt weiß, ob z.B. die 20 Euro Münzen aus Spanien echt ist oder nicht.

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  2. Ob die Kassiererin die deutschen 10 Euro Münzen kennt? Dabei ist es in Deutschland ja noch übersichtlich. Was machen die Franzosen? Die haben es ja jetzt schon auch nicht leicht 😉

    Aber das Argument ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Wobei es für Fälscher wohl etwas auffällig wäre ausgerechnet mit Gedenkmünzen zu bezahlen, wo sicher eher zweimal hingeschaut wird.

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  3. Klaus Müller- Larski

    11/03/2012 @ 09:10

    Hallo…Ich würde es auch begrüßen wenn ich alle Euro-Münzen in jedem Euroland einlösen könnte..bzw. auch mit Ihnen im Supermarkt bezahlen könnte. Aber ich glaube das die Kassiererin , die keine Euromünzen sammelt, selbst unsere 2 Euro -Gedenkmünzen nicht kennt…Daher, glaube ich, haben es Fälscher immer leicht …….

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  4. Ich sehe hier noch viel mehr Probleme!
    Es sollen wohl die 1/2 Cent Münzen eingestampf werden und wohl 1/2 Euro Banknoten ausgegeben werden. Das würde wohl die letzten Zweifel beseitigen, dass der Euro nichts anderes ist als der Dollar = einfach nur Papier ohne jeglichen Wert.
    Sagt mal ich lese auf Seite 12, dass für die Euro-Sammlermünzen zukünftig keine zusätzlichen Aufschläge verlangt werden sollen, damit diese jetzt in Umlauf kommen. Klar in Deutschland hat das keine große Bedeutung, da die PP-Varianten da sicherlich nicht darunter fallen und die ST-Varianten eh schon zum Nennwert in Umlauf „gebracht“ werden. ABER was ist jetzt mit einem Land, dass noch Silber- und Goldmünzen rausgibt? Gibt es so eins? Ändert sich da jetzt vielleicht zB die Nominal der österreichischen Silbermünzen auf ihren Silberwert?

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  5. Richtig. Eine Münze zu fälschen, die dann 2 Euro einbringt, macht kaum jemand. Und trotzdem haben wir genug falsche 2er im Umlauf. Ab 10 oder 20 Euro wirds dann für noch mehr Kriminelle lukrativ. Was kommt dann? Schaffen wir das Bargeld ab, sind ja so viele Fälschungen unterwegs! Was sammeln wir dann? abgelaufene EC- und Kreditkarten?

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  6. Um Kriminalität zu vermeiden sollte es m. E. bleiben, wie es ist!

    Meine Tochter Ann-Sophie gewinnt jede Kinderwette, wenn sie behauptet:
    “ Es gibt auch 3.-Euro (Gedenk-) Münzen!“

    Zwecks Beweises und somit Gewinn der Wette/n (natürlich nur um die Ehre!) muss ich ihr dann oft eine 3 Euro-Münze aus Slowenien, Bimetall, geben.
    Gut, dass diese in Kapseln für (dt.) 10.-Euro-Gedenkmünzen reinpassen.
    So überstehen diese Münzen das Durchreichen und Befingern, beim Betrachten, durch die Klassenkameraden …

    Dirk aus Heidelberg

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