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10 Euro Münze „600 Jahre Konstanzer Konzil“ 2014

Die vierte deutsche 10 Euro Gedenkmünze des Jahres 2014 soll am 3. Juli 2014 erscheinen und sich dem Thema „600 Jahre Konstanzer Konzil“ widmen. Umgesetzt wird dann der Entwurf der Medailleurin Katrin Pannicke aus Halle, den am 20. Juni 2013 eine siebenköpfige Jury zur Ausführung empfohlen hat.

Randschrift: PRO UNIONE AC REFORMATIONE ECCLESIAE

1. Platz – Katrin Pannicke

10 Euro Konstanzer Konzil

Jurybeurteilung: „Der 1. Preis überzeugte die Jury durch seine moderne und klare Komposition. Im Bildentwurf werden wesentliche Facetten des Konzils in der erzählerischen Bildsprache der Chronik Richentals dargestellt. Der Entwurf stellt in das Zentrum die langjährige Auseinandersetzung der teilnehmenden Delegationen. Ausgehend von der Problematik des Schismas – dargestellt durch drei Tiaren – wird der vierjährige Weg zur Entscheidungsfindung innerhalb der Konzil Versammlung offen dargestellt.
Die künstlerische Gestaltung ist plastisch ausgesprochen verknappt. Eine starke Bildsymbolik entsteht durch Konturbildung. In vier voneinander durch Linien getrennten Motiven finden wir symbolstarke Darstellungen der am Konzil beteiligten Akteure.
Die Wertseite wird bestimmt durch eine auf das Wesentliche reduzierte, lineare und dabei sehr elegante Ausarbeitung. Trotz der filigranen Darstellung wirkt der Adler kraft- und würdevoll.
Eine gut gezeichnete Schrift mit informellem Charakter fasst beide Seiten harmonisch zusammen.“

2. Platz – Michael Otto

Münzentwurf Konstanzer Konzil

Jurybeurteilung: „Im Zentrum der Bildseite steht eine detailreich hervorgehobene Tiara. Ihr sind in zwei Ebenen vereinfachte Darstellungen religiöser und weltlicher Mächte der Zeit des Konzils unterlegt, die deren Auseinandersetzung symbolisiert. In einem Wechselspiel von konkaven bzw. konvexen Formen werden Bildelemente als auch Schriftzeichen konsequent angeordnet. Partiell sind die Zeichen einzelner Schriftzüge sehr verdichtet, was die Lesbarkeit nach der Reduktion erschwert. So scheinen besonders die Jahreszahlen gedrängt. Im Revers finden wir ein raumgreifendes Hoheitssymbol umspielt von den zwölf Sternen, die mitunter sehr dicht an die Federn der Flügel geführt sind. Die Anhebung des Münzgrundes, wenige Millimeter nach dem Randstab, ist prägetechnisch nicht problemlos. Insgesamt führen Bild- und Wertseite durch das abwechslungsreiche Wechselspiel von erhabenen und vertieften Flächen bzw. Einzelformen zu einem guten Einvernehmen beider Münzseiten.“

3. Platz – Othmar Kukula

10 Euro Entwurf Konstanzer Konzil

Jurybeurteilung: „Der Entwurf überrascht mit einer Gestaltung, die an mittelalterliche Münzen erinnert. Die vergleichsweise große Schrift und das Kreuz auf der Bildseite nehmen solche historischen Bezüge auf. Die Bildseite zeigt darüber hinaus drei konkurrierende Papstkronen unter der weltlichen Krone König Sigismunds, der zum Konzil eingeladen hatte. Die rechts davon hervortretende Tiara des neuen Papstes steht für die Lösung des Konfliktes nach 4 Jahren Verhandlung. Damit kommen auf der Bildseite wesentliche inhaltliche Aspekte in gelungener Weise zum Ausdruck.
Bild- und Wertseite harmonieren stark. Die Gestaltung des Adlers ist würdevoll.“

Quelle: BADV

Ich kann mit dem 1. Platz leben, wenngleich ich den Bundesadler anders als die Jury nicht als kraftvoll bezeichnen würde. Besser gefallen hätte mir persönlich jedoch der zweitplatzierte Entwurf. Die mit dem Motiv verbundenen prägetechnischen Probleme hätte die Stuttgarter Prägestätte sicherlich in den Griff bekommen. Aber auch der 3. Platz kann durchaus überzeugen. Es war tatsächlich keine einfache Wahl für die Jury…

Autor: Karsten

Ich bin Karsten, 21, und habe früher auf Muenzblog.de schon ganz ähnliche Sachen geschrieben. Bei mir in der Sammlung sind hauptsächlich 2 Euro Sondermünzen, Gedenkmünzen aus Deutschland und Luxemburg, sowie Silbermünzen australischer Herkunft zu finden.

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