Gedenkmünzen der Euroländer

Gedenkmünzen gibt es natürlich nicht erst seit der Euro-Einführung. Schon zuvor haben die Euroländer freilich zu besonderen Anlässen Gedenkmünzen in ihren alten Landeswährungen ausgegeben. Während sich die Sammler früher allerdings hauptsächlich auf die Münzausgaben ihres eigenen Landes spezialisiert haben, ist das Sammelgebiet der Gedenkmünzen durch die Einführung des Euros mittlerweile wesentlich vielfältiger.

Die Themen der Gedenkmünzen haben sich hingegen währenddessen kaum geändert. Immer noch ehren die einzelnen Länder mit ihren Ausgaben beispielsweise denkwürdige Ereignisse, historische Persönlichkeiten oder Gebäude. Inzwischen interessieren sich aber im besten Fall Sammler aus der ganzen Euro-Zone dafür. Kein Wunder, dass die Preise für die meisten Gedenkmünzen in den ersten Eurojahren erstmal in die Höhe schossen. Mittlerweile hat sich die erste Euphorie allerdings gelegt und die meisten Sammler haben ihre Sammelgebiete genauer spezifiziert. Die zur Zeit günstigeren Preise bieten allerdings auch eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Gedenkmünzen nur im Ausgabeland gültige Zahlungsmittel

Gedenkmünzen haben selbstverständlich einen aufgeprägten Nennwert, der aber in der Vielzahl der Fälle weit unter dem Materialwert oder Sammlerwert liegt. Ausnahmen sind beispielsweise die deutschen 10 Euro Gedenkmünzen oder die österreichischen 5 Euro Gedenkmünzen, die ausdrücklich auch für den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Allerdings sollte man beachten, dass die Euro-Gedenkmünzen - im Gegensatz zu den Umlaufmünzen - nur in dem jeweiligen Ausgabeland gültiges Zahlungsmittel sind. In der Praxis ist dies, wie eben schon angedeutet, nahezu unrelevant. Der Vollständigkeit halber möchten wir hier erwähnen, dass mit den 2 Euro Sondermünzen - unabhängig vom Ausgabeland - in der ganzen Eurozone bezahlt werden kann.